| Gestern hab' ich mir mal wieder so ein Eheweib genomm'
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| War natürlich sturzbetrunken wie sonst sollt' es soweit komm'
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| Hab’s natürlich auch erst morgens nach dem Aufstehen geschnallt
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| Das sich da 'n fremdes Fräulein würgend an mein' Eimer krallt
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| Ich hab' keinen blassen Schimmer, wie das wieder so weit kam
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| Bin halt immer so romantisch, wenn ich einen zu viel nahm
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| Und so lag ich da ganz nackig mit 'nem feierlichen Schlips
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| Und sagt mir «Na immerhin ist es nicht wiedr nur der Fips»
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| Ich nahm den Pappring von dem Finger, warf ihn zu den andern hin
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| Und betrachtete verkatert meinen Gossenhauptgewinn
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| Und schnell stellte ich ernüchternd fest, die Olle tut nix taugen
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| Denn ihr Anblick war so angenehm, wie Rauch in meinen Augen
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| Oh meine Gossen-Eva, nimm das Blatt vor dein Gesicht
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| Denn da ist es besser aufgehoben, glaub es oder nicht
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| Oh meine Gossen-Eva, nimm das Blatt vor die Visage
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| Denn im Turm der Schönheit bist du eher die unterste Etage
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| Du bist der Spuckschluck in der Flasche, den am Ende keiner trinkt
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| Du bist der Stummel in der Tasche, der nach gestern Abend stinkt
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| Du bist schimmlig und verbraucht und überhaupt und unterm Strich
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| Bist du genauso wie ich, uähh
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| Oh womit hab' ich das verdient, dass mich das Schicksal so beleidigt
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| Als ich aufwacht wurd' mir klar, ich hab' mein' Untergang beeidigt
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| Zum Glück hatt' ich den Eimer, dessen Inhalt hübscher war
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| Als der Suffkopf in dem Bett mit dem verfilzten Rückenhaar
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| In den Fetzen der Erinnerung sind nur zwei Bilder noch
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| Eins vom Tresen, ja und eins, wie ich zum Kirchenaltar kroch
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| Und nun liegt da dieser Kerl mit 'ner verschwitzten Ekelwampe
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| Dafür hab' ich 'nen guten Charakter, du Schlampe
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| Oh meine Gossen-Adam, nimm das Blatt vor dein Gesicht
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| Denn dort ist es besser aufgehoben, nah ja oder auch nicht
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| Oh meine Gossen-Adam, nimm das Blatt vor die Visage
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| Denn im Turm der Schönheit bist du bestenfalls die Tiefgarage
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| In einer hübschen Blumenwelt wärst du vielleicht 'ne Gürtelrose
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| Und im Fleischregal gradmal 'nen Partywürstchen aus der Dose
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| Du bist schimmlig und verbraucht und überhaupt und unterm Strich
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| Bist du genauso wie ich!
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| Du bist sympathisch wie mein Fußpilz
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| Du so nützlich wie ein Kropf
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| Doch jetzt bist du wohl mein Deckel
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| Und du mein Nachttopf
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| Ja wir sind wie Pech und Schwefel
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| Alter, laber doch kein Blech
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| Wieso, ich riech' nach Schwefel
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| Stimmt und ich hatte Pech
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| Deine Faust passt auf mein' Auge
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| Und ein Eheleben lang
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| Sind wir wie Pest und Cholera
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| Wie Yin und Yang
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| Doch stell' dir vor wir wär'n die einzigen
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| Zwei Menschen hier im Land
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| So wie Adam und wie Eva
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| Dann wär' ich auch mit der Schlange durchgebrannt
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| Gitarrensolo!
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| Yeah!
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| (Yeah, uh, ja)
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| (Dann halt nicht)
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| Oh meine Gossen-Eva, nimm das Blatt vor dein Gesicht
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| Denn du olle Netzhautpeitsche raubst mir sonst mein Augenlicht
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| Oh meine Gossen-Adam, nimm das Blatt vor die Visage
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| Denn in der Schönheit der Natur bist du der Schöpfung ne Blamage
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| Wäre Grässlichkeit katholisch, wärest du wohl 'ne Ikone
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| Wäre Stumpfsinn 'ne Muskete, wärest du wohl 'ne Kanone
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| Und wär' Geilheit eine Rennbahn
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| wärst du verkehrsberuhigte Zone
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| Du bist schimmlig und verbraucht und überhaupt und unterm Strich
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| Bist du genauso wie ich! |